Rychtář

Geschichte

historie Die Brauerei Hlinsko zählt zu den Brauereien mit einer relativ kurzen Geschichte. Sie wurde 1913 gegründet und ist die letzte, zwischen 1913 und 1917 in Tschechien errichtete Brauerei.

Die Idee, in Hlinsko eine Brauerei zu errichten, entstand irgendwann um das Jahr 1880. Im Jahr 1912 wurde die Vereinigung Společenský pivovar (Gemeinschaftsbrauerei) gegründet, die das Recht erhielt, eine Brauerei ohne Mälzerei zu bauen.

Das erste Bier wurde hier am 12. Dezember 1913 gebraut. Die Brauerei war für die damalige Zeit sehr modern ausgestattet: mit elektrischem Antrieb und einer Kapazität des Sudwerks von 100 Hektolitern pro Sud. In den zwanziger Jahren betrug der Bierausstoß etwa 26 Tausend Hektoliter.

Als ein florierendes Unternehmen wurde die Brauerei 1925 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, die Weiterentwicklung wurde jedoch durch die Okkupation gestoppt. Zu Zeiten des Protektorats wurde nur 7 % Helles gebraut und das nur in begrenzten Mengen. Im Jahr 1945 betrug der Bierausstoß nur knapp 17 Tausend Hektoliter.

Im Jahr 1948 wurde die Brauerei verstaatlicht und in das Staatsunternehmen Horácké pivovary n. p. mit Sitz in Havlíčkův Brod (Deutschbrod) eingegliedert.

Die Renovierung der Brauerei ging zu Beginn der 70er Jahre mit der Erneuerung des Gärkellers und des Maschinenkühlsystems weiter. In der zweiten Hälfte der Siebziger Jahre kommt es jedoch zur Reorganisation der Brauindustrie und die Brauerei Hlinsko fährt ihre Produktion zurück. Es wird nur eine Biersorte produziert - das 10 % Bier. Damals wurde über das Weiterbestehen der Brauerei entschieden. Wegen der veralteten Flaschenabfüllanlage aus dem Jahr 1951 sollte die Brauerei künftig nur noch Fassbier produzieren, was eine weitere Eindämmung zur Folge hätte. Dank der hervorragenden wirtschaftlichen und Qualitätsergebnisse wird das Programm der Produktionseindämmung schließlich neu bewertet. Der Bierausstoß steigt wieder und liegt in den 80er Jahren zwischen 60 und 72 000 Hektolitern.

Nach zehn Jahren wird die Produktion vom 12 % Hellen wieder aufgenommen. Im Jahr 1981 wurde mit der Renovierung der Flaschenabfüllanlage begonnen, die in Rekordzeit abgeschlossen werden konnte. Im gleichen Jahr - am 12. Juni - wurde hier erstmals das 12 % helle Lagerbier mit dem Namen RYCHTÁŘ abgefüllt.

Bis 1996 gehörte die Brauerei zu dem Staatsunternehmen Pivovary Hradec Králové (Brauerei Königgrätz). Im Jahr 1996 wurde sie von der Gesellschaft IMEX Premium übernommen. Heute befindet sich die Brauerei im Besitz der rein tschechischen Brauereigesellschaft K Brewery Trade.